Canvas Reloaded

Zur Analyse multimodaler Strukturen in zeitgemäßen Social-Media-Kurzformaten (Artikel)

Autor/innen

DOI:

https://doi.org/10.21248/jfml.2026.155

Schlagworte:

Multimodalität, Social-Media-Kurzformate, Materialität, Canvas-Ansatz

Abstract

Die zunehmende Komplexität medialer Umgebungen, etwa durch Technologizität, Programmierbarkeit oder Interface-Design, erfordert eine systematische, begriffliche und methodische Ausdifferenzierung, die in bisherigen Arbeiten oft noch nicht ausreichend granular behandelt wird. Dies hat zur Folge, dass die Vielfalt an Zeichenmodalitäten und plattformspezifischen Kompositionsebenen mit ungleicher Sorgfalt behandelt wird. Der Beitrag schlägt ein materialitätsorientiertes Analysemodell vor: einen erweiterten Canvas-Ansatz (Wildfeuer et al. 2020; Bateman et al. 2026), der die Verschränkung von spezifischen Plattformaffordanzen und multimodaler Bedeutungskonstitution digitaler Kurzformate (Memes, TikTok-Videos, etc.) hierarchisch operationalisierbar macht. Mithilfe von zwei ausführlichen Analysen zeigen wir, wie sich die Granularität plattformgebundener Kompositionslogiken mithilfe der vorgeschlagenen Herangehensweise rekonstruieren lässt. Diese Vorgehensweise sehen wir als grundlegenden Ausgangspunkt für Analysen multimodaler Kommunikationsformate, auf dem andere, methodisch-spezifische Schritte aufbauen sollten.

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Veröffentlicht

2026-10-15

Zitationsvorschlag

Viher, S., & Wildfeuer, J. (2026). Canvas Reloaded: Zur Analyse multimodaler Strukturen in zeitgemäßen Social-Media-Kurzformaten (Artikel). Journal für Medienlinguistik, 8(3), 271–301. https://doi.org/10.21248/jfml.2026.155