Vom realen Raum in den virtuellen und zurück und zurück und zurück...
Der Offline-Online-Nexus unautorisierter Zeichen im öffentlichen Raum (Artikel)
DOI:
https://doi.org/10.21248/jfml.2026.97Schlagworte:
transgressive/unautorisierte Zeichen, Linguistic Landscape Forschung, Offline-Online Nexus, politische Kommunikation, SequenzanalyseAbstract
Eine Antwort, die man auf die Frage „Quo vadis, Medienlinguistik?“ geben kann, ist, dass der Weg in Richtung medialer und modaler Verzahnungen geht: Medienlinguistik kann sich nicht mehr auf sprachliche Produkte innerhalb bestimmter medialer Konstellationen konzentrieren (z. B. digitales Schreiben über Messengerkommunikation), sondern muss Medien- und Modalitätsmischungen bedenken. Ein Beispiel für solche Verzahnungen stellt die Verbindung aus ‚realer‘ und digitaler Welt dar, die in letzter Zeit mit dem Begriff des Online/offline-Nexus zu erfassen versucht werden. Am Beispiel von unautorisierter politischer Kommunikation im öffentlichen Raum (Graffiti, Sticker, Stencils etc., die auf Mauern, an Brücken, auf Mülleimern u. v. m. angebracht wurden, und die einen ‚Weg‘ in den virtuellen Raum öffnen), soll in dem vorliegenden Beitrag gezeigt werden, wie hier Medialität und Modalität umfassender gedacht werden müssen. Die analysierten Daten stammen aus dem von Melanie Steffens zwischen 2021 und 2025 erstellten mikrodiachronen Korpus MiLiLaC (Mikrodiachrones Linguististic Landscape Corpus).
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